
Der Gottesdienst fand statt
in der frisch renovierten Kirche St. Kassian,
der ältesten Pfarrkirche Regensburgs.
Und so begrüßte Stiftspfarrer Wolfgang Huber
auch die Kolpingmitglieder:
"Ihr seid die erste Gemeinschaft,
die hier nach der Renovierung Gottesdienst feiert!"
und ergänzte:
"Ich selber wurde auch durch die Kolpingsfamilie
in Hirschau wesentlich geprägt!"
Dieser nahm dann in seiner Predigt auch Bezug
auf das Evangelium und die aktuelle politische Situation:
"Keine Religion, die zu Krieg und Gewalt aufruft,
kann sich dabei auf Gott berufen.
Während die Welt in Aufruhr ist,
ruft der Papst ein Jahr der Barmherzigkeit aus -
welche Gegen- sätze!"






Zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten bezeugen bis heute
die innige Verbindung im Rahmen des Kolpingwerkes.
Noch im letzten Jahr erinnerte der damalige Bezirkspräses Siegfried Schweiger
an diese Partnerschaft und ihre Gründungsväter,
allen voran Präses Franz-Xaver Zettler und Alfred Hofmaier von Regensburger Seite
und Ernst Schwienbacher auf Seiten von Brixen.



Sozialgemeinschaft zu gehören.
Das Gebet in der einen Hand, die konkrete Tat in der anderen:
so erleben viele Menschen das Engagement unserer Kolpingfamilien.
Ganz im Zeichen des gemeinsamen Gebets zu unserem Herrn Jesus
ist auch der alljährlich stattfindende Weltgebetstag
des Internationalen Kolpingwerkes,
der diesmal unter dem Motto "Wer Mut zeigt, macht Mut" stand.
Auch für unseren Gesellenvater Adolph Kolping
gingen Gebet und Handeln Hand in Hand.
Er war in und für seine Zeit und für die Menschen
bis heute ein Mutmacher - so stark,
dass wir uns nach wie vor von seinem Geist ermutigen und inspirieren lassen.
Die Kolpingfamilien und unsere FG Lusticania
mit ihren zahlreichen Bannern trafen sich im Oktober 2015
in der Kirche Mariä Himmelfahrt - Niedermünster in Regensburg
zum gemeinsamen Lobpreis und zur Anbetung,
denn es galt nicht nur Dank zu sagen für das
durch Seinen Geist unterstützte Werk,
sondern auch den Herrn zu bitten,
sich der "Zeichen der Zeit, die lehren, was zu tun sein wird" anzunehmen.
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Die ausrichtende Kolpingsfamilie Wolfsegg hatte dazu eine Vielzahl schöner Preise organisiert, so dass jede/r Teilnehmer/in mit einem Preis nach Hause gehen konnte. |



Im Anschluss stand der herbstliche dekorierte Pfarrsaal
für die Bezirks- versammlung offen.
Als erstes sorgte die Schierlinger Kolpingsfamilie
mit Schnitzel, Kartoffelsalat und Geträn- ken
für das leibliche Wohl der Gäste.
Thomas Steffl griff erneut das Thema zur Beteiligung
an der Asylbewerberproblematik auf.
Wir sind hier alle gefordert im Sinne Kolpings zu handeln.
Er rief dazu auf sich an der Arbeitsgruppe "Aysl 2.0" zu beteiligen.
Im des Abends stellte Markus Schinhanl die Kolpingsfamilie Schierling
mit Ihren zahlreichen Aktivitäten, wie die Familien- freizeit in Lambach,
den Kreuzweg oder die Osterwanderung vor.
Dabei lud er ganz herzlich alle Kolpingmitglieder des Bezirkes
zur alljährlich im Ortskern stattfindenden Sonnwendfeier ein.
Im Laufe der Veranstaltung gab es die ein oder andere Anregung
zur Jahresplanung, so dass Herr Lorenz einen weiteren Entwurf ankündigte.
In der Predigt sagte der Jubilar,
dass es zu den Wegen Gottes gehört,
dass er nicht persönlich in unser Leben eingreift,
sondern uns immer wieder gute Menschen an die Seite gibt.
Diese sind uns im täglichen Leben Wegweiser, Begleiter und Rastplatz.
Schweiger sagte, dass seine Kinder- und Jugendzeit
in der Steinmühle und in Trasching tief in seinem Herzen verwurzelt sei.
Die neun Jahre im Internat Obermünster und am Alten Gymnasium,
die sechs Jahre an der Philosophisch-Theologischen Hochschule
und im Priesterseminar hätten ihn tief geprägt.
Die fünf Jahre als Kaplan in Oberviechtach betrachte
er als die Highlights seines Lebens.

| Mannschaften | Punkte | |
| Herren | 1. Wörth a.d. Donau | 895 |
| 2. Lappersdorf | 863 | |
| 3. Herz Jesu | 745 | |
| Damen | 1. Herz Jesu | 815 |
| 2. Alteglofsheim | 711 | |
| Gemischt | 1. Sinzing | 946 |
| 2. Eilsbrunn | 915 | |
| 3. St. Bonifaz/St. Georg I | 828 | |
| 4. St. Bonifaz/St. Georg II | 814 | |
| Jugend | 1. Alteglofsheim | 791 |
| 2. Sinzing | 433 | |
| Einzelpersonen | ||
| Herren | 1. Voigt Norbert - Sinzing | 227 |
| 2. Huber Robert - Lappersdorf | 217 | |
| 3. Lorenz Armin - Wörth a.d. Donau | 211 | |
| Damen | 1. Frankl Silvia - Herz Jesu | 210 |
| 2. Ring Theresa - Herz Jesu | 174 | |
| 3. Mißbeck Maria - St. Bonifaz/St. Georg | 172 | |
| Jugend | 1. Homeier Sebastian - Alteglofsheim | 1785 |
| 2. Alzinger Andreas - Alteglofsheim | 176 | |
| 3. Werkmann Martin - Alteglofsheim | 155 |


In seiner "Kanzel"-Predigt ging unser Präses
auf die Not der Asylsuchenden und im Besonderen
auf das Schicksal unbegleiteter Flüchtlinge ein
und zeigte anhand der Biographie der Mutter unseres Herrn auf,
wie aus einem gläubigen Leben und dem daraus folgenden Gottvertrauen
existentielle Lebenskrisen gemeistert werden können.
Weiter leitete unser Präses aus einem solchen religiösen Urvertrauen
einen konkreten Handlungsauftrag für unsere Zeit ab.
Ganz im Sinne unseres seligen Gesellenvaters Adolph Kolping
und getreu seines immerwährenden Auftrages an uns!
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Nach dem geistlichen Wort in der Kirche lud unser Bezirksvorsitzender Herbert Lorenz zum leiblichen Wohl in den Festsaal des Prößl-Bräu ein, weil auch der Bruder Leib zu vorgerückter Stunde sein Recht auf eine bayerische Brotzeit einforderte. |


In seiner Predigt blickte Schweiger auf die vergangenen 30 Jahre
als "geistiges Oberhaupt" des Bezirksverbandes zurück
und dankte allen seinen Wegbegleitern.
Besonderer Dank galt dabei Vorsitzenden Herbert Lorenz
und seinen Stellvertretern Herta Schindler und Markus Neft,
sowie seinem bisherigen Stellvertreter und Nachfolger Thomas Steffl.
Schweiger erinnerte an seinen "väterlichen Freund"
und Vorgänger Franz Zettler und den langjährigen Vorsitzenden Alfred Hofmaier,
die ihr Leben in den Dienst des Kolpingwerks gestellt haben
und forderte die Kolpingsfamilien auf in diesem Sinne
und im Geiste Adolph Kolpings - wie die anwesenden 31 Bannerträger - Flagge zu zeigen.
"Wer Mut zeigt, macht Mut!" sagt Kolping
und das soll alle ermutigen, für das Kolpingwerk und den Glauben einzustehen.
"Von Wutbürgerinnen und Wutbürgern war in letzter Zeit oft die Rede.
Allerdings, wenn Zorn und Wut verraucht sind,
sind wiederum die Mutbürgerinnen und Mutbürger vonnöten"
schloss Schweiger seine Predigt.
Beim anschließenden Festakt im großen Saal
des Kolping- hauses St. Erhard in Regensburg
dankten die anwesenden 300 geladenen Gäste "ihrem" Bezirkspräses.
In seiner Laudatio sprach Diözesanpräses Stefan Wissel
von Präses Schweiger als "Leitfigur von der Picke an",
dessen Handeln und Reden immer von tiefem Glauben geprägt war.
"Die Kolpingschwestern und -Brüder haben Deinen durchaus
nicht kurzen Ausführungen stets in Stille gelauscht,
weil Du was zu sagen hast" ehrte Wissel den scheidenden Bezirkspräses.
Joachim Kerer, der Vorsitzende der Partnerkolpingsfamilie Brixen,
die mit einer Delegation extra angereist war,
sagte in seiner Dankesrede, dass er gerne
"mehrere Geistliche vom Schlag des Siegfried Schweiger" hätte,
da dieser in seiner herzlichen und berührenden Art nach dem Kolpingwort
"Wer Menschen gewinnen will, der muss sein Herz zum Pfande setzen"
leicht richtige Freundschaften auch über weite Entfernungen hin schaffen kann.
Schon bei den ersten Treffen mit Siegfried Schweiger war ihm
das "ganz Besondere" in den Begegnungen und Gesprächen aufgefallen,
was er bis heute sehr schätze.
H.H. StDir. a.D. BGR Siegfried Schweiger (74)
ist seit 1984 Präses des Kolping-Bezirksverbandes Regensburg
und war zuvor 10 Jahre Stellvertreter von Bezirks- präses Franz Zettler (+).
In seiner Amtszeit wurden 12 Kolpingsfamilien neu gegrün- det.
In unzähligen Gesprächen und Predigten ermutigte Schweiger
in ein- maliger Art und Weise seine Zuhörer
gemäß dem Beispiel Kolpings stark im Glauben
und verwurzelt im Leben zu sein.
Die Gemeinschaft im Kolpingwerk war ihm immer ein Anliegen.
Als neuernannter Ehrenpräses hat Schweiger versprochen,
dem Bezirksverband weiterhin zur Verfügung und zur Seite zu stehen.
Der neuernannte Bezirkspräses H.H. Diakon Thomas Steffl
ist in Burgweinting und in der Dompfarrei als Diakon be- schäftigt
und seit April 2011 stellver- tretender Bezirkspräses im Kolpingwerk.
Bereits seit Jahren engagiert er sich als Präses
der Faschingsgesellschaft Lusti- cania im Kolpingwerk Bezirksverband Regensburg
und bringt sich mit Wort und Tat in die Arbeit des Bezirksverbandes ein.
Zu seiner Ernennung wurde ihm vom Bezirksverband
eine "Kolping-Stola" überreicht.



So wurde sichtbar, wie dramatisch die internationale Staatenfamilie
durch die ausufernde Gewaltbereitschaft bedroht wird
und folglich zu einem starken Anwachsen der Migration weltweit geführt hat.
Nicht nur Krieg und Bürgerkrieg, sondern wirtschaftliche Not,
politische und religiöse Verfolgung, aber auch weitere soziale Motive
zwingen Menschen auf eine Reise mit ungewissem Ausgang, nämlich zur Flucht.
