Aus unseren Kolpingsfamilien
aus den Jahre 2016 und 2017



Vorweihnachtliche Feier 2017

am 11.12. bei der KF St. Emmeram
mit Ehrung verdienstvoller Vereinsmitglieder


Im Mittelpunkt der Adventfeier der KF St. Emmeram stand das Sprechstück von Rudolf Otto Wiemer: "Wir Leute von Bethlehem". 12 Vereinsmitglieder identifizierten sich in ihren Rollen mit damals lebenden Menschen.

Wir Leute von Bethlehem
Sind nicht anders, als die Leute irgendwann.
Sagen wir in Rom oder Teheran,
oder auch hier in St. Emmeram,
wo wir, liebe Leute, zuhause sind.
Oder ist vielleicht Bethlehem
Nicht irgend irgendwann,
Sondern sogar in St.Emmeram?

Die Vorsitzende Bernadette Feihl erinnert an den heilsgeschichtlichen Hintergrund von Bethlehem, der Stadt Davids. Sie zitierte Angelus Silesius: "Und wäre Christus tausend Mal in Bethlehem geboren und nicht in dir, so wärst du ewiglich verloren."



(v.l.) Unsere zwei Neumitglieder: Anne Kain und Christof Koch,
dann Heidi Brunner, Alexandra Huber, Siegfried Schweiger,
Herta Schindler und Bernadette Feihl. Foto: Gabi Hahn.

Höhepunkt des Abends war die Mitgliederehrung. Bernadette Feihl dankte Alexandra Huber und Heidi Brunner für ihre 25-jährige Treue zu Adolph Kolping und seinem Werk. Erstere habe viele Aktionen mitgetragen, letztere sei die Seele des Pfarrheims.
Drei weitere prominente Mitglieder konnten aus terminlichen und beruflichen Gründen die Ehrung für für 25 Jahre Mitgliedschaft nicht persönlich übernehmen. Es sind die Theresia Buhl, sowie Dieter und Christina Dallmeier.
Bei Ehrenpräses Siegfried Schweiger, der seit 50 Jahren Kolpingmitglied ist und seit 45 Jahren als Präses der KF St. Emmeram wirkt, verwies die Vorsitzende auf das Pfarrfest im Sommer des zu Ende gehenden Jahres. Pfarrer Roman Gerl und die KF hätten damals dem Jubilar anlässlich seines 50-jährigen Priesterjubiläums Dank und Anerkennung ausgesprochen. Feihl äußerte darüber hinaus den Wunsch zusammen mit Präses Schweiger im Jahr 2022 das 100- jährige Gründungsjubiläum der KF St. Emmeram feiern zu dürfen.

Dann übernahm die 2. Vorsitzende von Emmeram und 2. Vorsitzende des Bezirksverbandes Herta Schindler die Leitung des festlichen Abends. Galt es doch, die Vorsitzende der Emmeramer Kolpingsfamilie Oberstudienrätin Bernadette Feihl für 40 Jahre Mitgliedschaft im Kolpingwerk zu ehren. Herta Schindler sprach in herzlichen Worten von der Handschrift Feihl, die bei vielen Aktionen in Emmeram, seit Jahrzehnten zu erkennen sind, z.B. bei den Sternsingern, dem Kinderfasching, der Palmbüschelaktion, dem Fronleichnamsteppich, den Jugendfreizeiten und dem Erntealtar. Kolping sagt: Gott stellt jeden dorthin, wo er ihn braucht.




90 Jahre KF Wörth an der Donau 2017

Glanzvoller Festakt zum 90-jährigen Bestehen der KF Wörth am 18.11.
Glaube, Geselligkeit, Hilfsbereitschaft


Am Festakt zum 90-jährigen Gründungsfest und 70-jähriger Wiedergründung der Kolpingsfamilie Wörth a.d.Donau hätte der große Gründervater Adolph Kolping sicher seine Freude gehabt. "Bei uns rührte und rührt sich was", rief der Vorsitzende Franz Sagmeister in den vollbesetzten Butz-Saal hinein. Mit 142 Mitgliedern können wir in eine gute Kolping-Zukunft blicken.
In einer kurzweiligen Ansprache skizzierte Franz Sagmeister die 90-jährige Geschichte der Kolpingsfamilie. Glaube, Geselligkeit, Bildungsarbeit, Hilfsbereitschaft - so lässt sich das Engagement der Wörther Kolpingsfamilie zusammenfassen.
Alles begann mit Kooperator August Steinbauer im Jahre 1927, als er den katholischen Burschen und Gesellenverein ins Leben rief, der 1933 von den Nationalsozialisten wieder verboten wurde. Kolpings Ideen waren jedoch nicht auszumerzen, so erfolgte im Frühjahr 1947 unter Pfarrer Karl Ketterl die Wiedergründung.

In dieser Zeitspanne bis heute hat sich viel getan. Wöchentliche Vorträge von Präsides und Pfarrern, Ärzten und Politikern prägten die 50er Jahre aber auch Filmvorvorführungen, Sommerfahrten und Theaterspiele. 1956 betete die Kolpingsfamilie den ersten Fatima-Rosenkranz; sie tut es bis heute an jedem 13. des Monats. Faschingsbälle, Kelgelabende, Schafkopfabende und Liederabende gesellten sich in den Sechzigerjahren dazu, auch das jährliche Johannisfeuer hat seinen Ursprung in dieser Zeit. 1966 fand die erste Altpapiersammlung statt. 1975 wurde die Kolpingtheaterbühne gegründet. 1981 nahm die Kolpingsfamilie erstmals Mädchen auf.
Die fünfziger bis achtziger Jahre konnte man, laut Sagmeister, getrost als die Gründerjahre bezeichnen. Hier wurden die Grundsteine für eine erfolgreiche Kolpingsarbeit vor Ort gelegt. Kolping wurde zur Familie. Die Jahre 1991 bis 2009 waren bestimmt von den innovativen Ideen des Vorsitzenden Herbert Schötz. Es gab nun auch politische und gesellschaftspolitische Podiumsdiskussionen und man widmete sich der Flüchtlingsarbeit. 3 Hilfskonvois nach Kroatien wurden durchgeführt. Als Schötz nicht mehr antrat, rettete der ehemalige Senior Josef Schütz als Interimsvorsitzender den Bestand der Kolpingsfamilie Wörth, bis 2016 Franz Sagmeister das Ruder übernahm.
Heute charakterisiert sich die Kolpingsfamilie durch anspruchsvolle monatliche Vortragsabende zum religiösen, politischen und gesellschaftspolitischen Zeitgeschehen; auch unterhaltsame Abende kommen nicht zu kurz. Ein Schwerpunkt ist auch die Geldbeschaffung, um weltweite und heimatnahe Spendenaktionen durchführen zu können.

Beim Festakt, den Marion Weikl (Querflöte) und Sonja Kreiml (Piano) musikalisch umrahmten, konnte der Vorsitzende auch Alfred Bemmerl und Heinrich Karl für 50-jährige Mitgliedschaft auszeichnen sowie in besonderer Weise Karl Seppenhauser für 45-jähriges Führen der Vereinschronik danken und ehren.



Feierlich wurden sechs neue Mitglieder aufgenommen:
Ralf Amann, Ernst Aumer, Wolfgang und Annemarie Baur,
Irmgard Schönberger und Bianca Wittmann.

Stadtpfarrer und Präses Johann Baier schilderte die Kolpingsfamilie als einen freundschaftlichen Ort der Begegnung verbunden mit dem Stolz auf das, was alles bewegt worden ist, insbesondere hinsichtlich des sozialen Engagements.
Bezirkspräses Thomas Steffl konnte vor so viel Einsatz nur den Hut ziehen. Für die Zukunft wünschte er Zusammenhalt und Frohsinn. Der Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt, der die Festpredigt gehalten hatte, hoffte auf eine goldene Zukunft. "Wichtig ist, dass man anfängt", meinte er, und "noch wichtiger ist, dass man durchhält". Das Werk Kolpings verdiene es, in die Welt hinausgetragen zu werden.
Bürgermeister Anton Rothfischer, sebst Kolpingsmitglied, sprach von einer sehr, sehr engagierten Kolpingsfamilie, die mit ihren Vortragsabenden gesellschaftlich relevante Themen "kreuz und quer" abarbeite.

Dem Festakt im Gasthof Butz ging ein feierlicher Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche voraus, den Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt, Pfarrer Johann Baier, Ruhestandspfarrer Lorenz Schnitt und Bezirkspräses Thomas Steffl zelebrierten. Daran beteiligten sich Kolpingsfamilien aus dem Bezirk Regensburg sowie sämtliche christliche Vereinigungen aus der Pfarrei. Musikalisch umrahmt wurde die kirchliche Feier stimmungsvoll von den Solosängern Julia Rösch, Monika Schmied und Ludwig Eiglmeier. Ein ergreifender Moment war, als vor dem Altar orange Kerzen für die verstorbenen 19 Mitglieder der letzten 10 Jahre angezündet wurden.
In seiner Festpredigt rief Diöszesanpräses Karl-Dieter dazu auf, sich nach der Idee Adolph Kolpings in Beruf, Familie, Staat und Gesellschaft zu bewähren und sich für andere einzusetzen.

Er schloss mit dem flammenden Appell:
"Jeder von uns trägt Verantwortung,
jeder muss irgendwann Rechenschaft ablegen.
Heute wird getan oder auch vertan, worauf es ankommt.
Jetzt ist es an der Zeit! Pack mas! Worauf warten wir no."



60 Jahre KF Herz Jesu 2017

am 03.12.
Die Kolpingsfamilie Herz Jesu feiert ihr Jubiläum und ehrt langjährige Mitglieder


Mit einem Festgottesdienst und einem Festakt im Josefsaal feierte die Kolpingsfamilie Herz Jesu ihr 60-jähriges Bestehen. In seiner Predigt unter dem Motto "es war einmal" ging Präses Pater Konrad Schweiger SDB auf die Person Adolph Kolping ein, der mit der Gründung des "Gesellenvereins" im Jahr 1849 ein heute weltweites soziales Werk schuf, dessen Bedeutung im Hinblick auf Kirche, Familie, Arbeitswelt und Staat heute genau so aktuell ist wie zur Zeit seiner Entstehung. Darauf wies auch der Vorsitzende der KF, Norbert Dollinger, bei der Festversammlung hin. Das Kolpingwerk ist inzwischen in über 60 Ländern etabliert und hat etwa 450.000 Mitglieder.
Ein besonderer Gruß galt dem langjährigen Präses und jetzigen Ehrenpräses Pfarrer i.R. BGR Josef Schönberger. Grußworte an die KF richteten Prof. Dr. Franz-Josef Helmig für die Kirchenverwaltung und den Pfarrgemeinderat von Herz Jesu, der stv. Bezirksvorsitzende Markus Neft für den Kolping-Bezirksverband, BGR Siegfried Schweiger als Präses der KF St. Emmeram und Ludwig Rechenmacher als Vorsitzender der KF Herz Marien.



Mehrere Mitglieder wurden für langjährige Treue zum Kolpingwerk besonders geehrt:
für 60 Jahre Hans Schafbauer, Johannes Kolb und Hans Weber; für 50 Jahre Rudolf Bogner.

Die Stubenmusik Islinger umrahmte musikalisch den Festakt, der mit dem Kolpinglied endete. Bei einem gemeinsamen Mittagessen ließ man die Feier ausklingen.



90 Jahre KF Schierling 2017

am 15.10.


Die Kolpingsfamilie feierte 90. Geburtstag und stellte dabei die Familienhaftigkeit in den Mittelpunkt. Ein Zitat den Gründers und Priesters Adolph Kolping, sich mit gemeinsamer Kraft gegenseitig Stütze und Halt zu geben, nannte Vorsitzende Evi Reinl als wesentlichen Grund für ihre persönliche Begeisterung zu Kolpings Werk. Auch Bürgermeister Christian Kiendl sah das Kolpingwerk auf die Gemeinschaft zugeordnet, denn Jesus Christus sei nicht Egoismus, nicht Materialismus, nicht das Haben und das Sein wichtig, sondern es gehe ihm um Beziehungen, um ein gutes Miteinander.

Das Kolpingjubiläum fiel mit dem Kirchweihfest zusammen. Beim Dank- und Gedenkgottes- dienst bezeichnete Pfarrer Helm den Kirchenraum als Geschenk, der gefüllt ist mit Menschen, großer Stille, Geruch von Weihrauch, mit Dankbarkeit, dem Wissen um Schuld und Gnade der Vergebung sowie mit der Gegenwart Gottes. Deshalb könne er auf die tiefere Dimension des Lebens hinweisen und viele Menschen spürten Gott in den Kirchen mehr als draußen. Er gratulierte der KF zum Jubiläum und sagte, dass die Kirche nicht nur das gebaut Haus sei, sondern auch aus "lebendigen Steinen", den Menschen, bestehe. Er bat, dass die Kolpingmitglieder lebendige Steine in der Pfarrgemeinde sind.



Zum 90. Geburtstag feierte die Kolpingsfamilie Schierling
in der Pfarrkirche einen Dank- und Gedenkgottesdienst



Kolping-Mitglieder aller Generationen zogen gemeinsam in die Kirche ein

Bürgermeister Kiendl, selbst Kolpingmitglied, gratulierte ebenfalls und bestätigte der Kolpingsfamilie, einen sehr guten Klang als familienhafte Gemeinschaft zu haben, die wichtige Werte teilt und für gemeinsame Überzeugungen steht. Kolping in Schierling stehe auch für das fortdauernde Engagement junger Menschen. Viele der Vorstände während der 90 Jahre seien sehr junge Menschen gewesen, die mit der Verantwortung für den Verein auch Verantwortung für die Gemeinschaft lernten. Das Kolpingwerk stehe für die Verwirklichung der christlichen Werte und für die Solidarität in der nächsten Umgebung sowie weltweit. "Wir sind Kolping, Menschen dieser Zeit - und handeln aus Verbundenheit!", heiße es nach Kiendl nicht zuletzt deshalb in einem Kolpinglied. Der Satz aus der Apostelgeschichte "Seht, wie sie einander lieben" sei dabei der Grundgedanke und der Grundauftrag alles Zusammenlebens und aller Solidarität, denn es beschreibe die Gemeinschaften der ersten Christen. "Heute heißt das für uns Christen, dass wir miteinander feiern und arbeiten, miteinander fröhlich und traurig sind. Gleichzeitig geht es um die Solidarität mit denen, die es nicht so gut haben wie wir, den Armen und Schwachen, den Vergessenen und Benachteiligten, bei uns und in anderen Teilen der Welt", sagte der Bürgermeister, und gerade diese lägen Papst Franzskus sehr am Herzen. Kiendl dankte allen, die sich im Laufe der Jahrzehnte als Ehrenamtliche eingesetzt haben und einsetzen, ihre Freizeit dem Wohl der Gemeinschaft zur Verfügung stellen und so mitsorgen, dass die große Idee des Sozialreformers Adolph Kolping weitergetragen wird. Er forderte dazu auf, wichtiger Teil der Verwirklichung der christlichen Werte in unserer Zeit zu sein und immer wieder neu zu werden. Denn dieser Geist sei tragfähig. Er gebe Mut und lasse nicht kleingläubig werden. "Wenn wir wirklich aus diesem christlichen Geist des 'seht, wie sie einander lieben' heraus handeln, müssen wir vor keiner anderen Religion Angst haben!", schloss der Bürgermeister.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Christiane Banse erklärte, dass Adolph Kolping besonders jungen Menschen Halt und Perspektive gegeben hat. Er habe gesehen, dass diese Heimat und Geborgenheit brauchen. "Die Kolpingsfamilie Schierling hat neun Jahrzehnte das Erbe und den Auftrag Adolph Kolpings bewahrt und gelebt, und dafür bin ich sehr dankbar!", so Banse. Sie wünschte, dass die Gemeinschaft auch in Zukunft lebendig und aktiv bleibt, "um Menschen immer wieder ein Stück Himmel auf Erden zu bringen." Kirchenpfleger Adolf Roßmeier dankte für allem für den tatkräftigen Einsatz und die finanzielle Unterstützung der KF für das Pfarrheim.

Vorsitzende Evi Reinl fasste mit ihrer Ansprache das Wirken der KF so zusammen: "Durch Kolping leben wir unseren Kindern verantwortliches, christliches und soziales Handeln vor!" Mit derzeit vier Familiengruppen, einer Jugend- und einer Theatergruppe sei sie sehr aktiv und ihre Euphorie war unübersehbar, dass sie die Vorsitzende sein darf. Sie hob besonders die Familienbildungswochenenden in Lambach mit meistens 150 Teilnehmern aus drei Generationen hervor. Jeder rede mit jedem und jeder fühle sich für den anderen verantwortlich. Das sei christliches Engagement der besonderen Art.
Den Gottesdienst umrahmten Albert Ertl, Rudi Feigl und Adolf Roßmeier musikalisch und bekamen dafür ein Präsent. Nach dem Kolping-Lied wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen kräftig gefeiert.

Die Kolpingsfamilie Schierling ist mit über 330 Mitgliedern die mitgliederstärkste Gliederung unter den 28 Kolpingsfamilien im Kolping-Bezirk Regensburg. Dessen stellvertretender Vorsitzender Markus Neft bestätigte den Gründern, ein festes Ziel im Auge gehabt zu haben und den heute Verantwortlichen ein außerordentliches Engagement im Kennen und Weitergeben des Geistes Adolph Kolpings. Dieser bestehe auch darin, in guten in schlechten Zeiten Verantwortung füreinander zu übernehmen. Er dankte insbesondere dem Vorstandsteam um Evi Reinl und Rudi Schmid. Neft zeichnete im Namen des Bezirksverbandes Mitglieder mit hervorragendem Engagement aus. Die Ehrenurkunde in Silber erhielten Silvia Froschhammer und Gerti Meier, die beiden Familiengruppen leiten. Mit der Urkunde in Gold wurde Martina Pautz geehrte, die seit 1993 - und trotz fünf Kinder, darunter auch Vierlingen - ununterbrochen Schriftführerin ist und sich auch zum Beispiel um die Nikolausaktion kümmert. Gold bekamen auch Gerhard Banse, der langjährige Leiter der Theatergruppe, Gerhard Eder als ein überall engagiertes Mitglied, Rosa Roßmeier, ebenfalls Familiengruppenleiterin und Initiatorin für die Aktion "Weihnachtstrucker" sowie die Vorsitzende Evi Reinl, die sich bereits in den letzten beiden Jahrzehnten in verschiedenen Positionen eingesetzt hat.



Der stellvertretende Kolping-Bezirksvorsitzende Markus Neft (4. von rechts)
zeichnete besonders engagierte Schierlinger Kolping-Mitglieder
mit Urkunden in Gold und Silber aus

Anlässlich der 90-Fahr-Feier der Kolpingsfamilie Schierling wurden viele Mitglieder geehrte. Auf den Tischkarten stand das Zitat Adolph Kolpings "Anfangen ist das Schwerste, treu bleiben das Beste." In erster Linie ging es um Mitglieder des Familienkreises, die sich anlässlich der 50-Jahr-Feier der KF, also vor 40 Jahren, im Beisein des damaligen Diözesanpräses Wilhelm Schraml, dem späteren Bischof von Passau, der Kolpingsfamilie angeschlossen haben. Zudem wurden für 70 Jahre Mitgliedschaft Georg Schneider, 60 Jahre Erich Bachschmid und für 50 Jahre Georg Schindlbeck geehrt. Bei den 40-jährigen Mitgliedschaften handelt es sich um Christa und Alfred Diermeier, Hans Eifler, Oswald Ermel, Rudolf Feigl, Ingeborg Gascher, Barbara und Max Höglmeier, Sieglinde Hüttner, Carlheinz Inkoferer, Fanny Krieger, Elisabeth Limmer, Monika Mueck, Annemarie Reichinger, Gisela und Franz-Xaver Schinhanl, Anne Sedlmeier, Heinz Stober, Elisabeth Urbaniak, Monika Wallner, Rosa Wallner, Maria und Anton Weigl, Elisabeth und Thomas Zausinger.



Beim Jubiläum der Kolpingsfamilie wurden viele langjährige treue Mitglieder ausgezeichnet

Fotos und Text
Fritz Wallner, KF Schierling




Oberpfälzer Kirwa Sitzweil 2017

bei der KF St.Bonifaz/ St.Georg


Am dritten Sonntag im Oktober begehen viele Pfarrgemeinden
traditionell das Kirchweihfest. Unsere Kolpingfamilie wahrte die Tradition
mit der "Oberpfälzer Kirwa - Sitzweil" am 10.Oktober.

   

Unter dem Motto "Bayrische Geschichten - gereimt und ungereimt"
hat uns Richard Gabler literarisch durch den Abend geführt.
Seine Verse und Geschichten aus dem Leben seines "Schwagers Sepp Prem"
waren nicht zu übertreffen.
Die "Prüfeninger Saitenmusi" unter der Leitung von Hubert Kessel
umrahmte die Beiträge des Autors mit musikalischen Schmankerln.
Für den leiblichen Genuss wurden Schmankerln in Form von frischen Kiacheln angeboten.



Die Kirwasitzweil war wieder eines der Highlights unserer KF.




Der 40. Aufenthalt in Lambach 2017

der KF Schierling


Bereits seit 40 Jahren fährt die Kolpingsfamilie Schierling nach Lambach. Das Bildungs- wochenende erfreut sich großer Beliebtheit. Diözesanpräses Stefan Wissel zelebrierte zu diesem Anlass den Sonntagsgottesdienst.
Am Freitag, den 31. März, reisten die Teilnehmer mit dem Bus oder mit dem eigenen Auto in den Bayerischen Wald zur Familienfreizeit. Mit fast 170 Personen war das Kolpingferienhaus komplett für die Schierlinger reserviert. Von 2 bis 70 Jahren waren alle mit Vorfreude und Begeisterung auf das kommende Wochenende in Lambach eingetroffen.




Mit dem Thema "Alles hat seine Zeit" starteten die Bildungsreferentinnen Schwester Anne und Schwester Natale vom Kloster Mallersdorf am ersten Abend ihren Vortrag. Inspiriert durch Impulse von Schwester Natale hatten die Erwachsenen die Gelegenheit inne zu halten und einen Blick auf das eigene Leben zu werfen. "Es ist wichtig zu erkennen, dass alles seine Zeit hat, wie die Zeit mit der eignen Familie und Freunden, die Zeit für die Kolpingsfamilie und ganz wichtig die Zeit für sich selbst zu finden", so Schwester Anne. Mit einem meditativen Spaziergang durch die erwachende Natur und einigen weiteren Gedanken zum Thema "Zeit", schloss die Schwester am Samstagvormittag Ihren Vortrag ab.
Während die Erwachsenen sich Ihrem Thema widmeten, genossen die Jüngsten im hauseigenen Kindergarten unter der Aufsicht von Eva-Maria Jungmayer und Susanne Hopfesberger ihre Spiel- und Bastelzeit.
Die Kinder im Schulalter hatten zusammen mit Schwester Natale ebenfalls die Gelegenheit über die Zeit nachzudenken. So sprachen sie darüber, wie viel meiner Zeit verbringe ich mit Schule, Freizeit, Hobby, Freunden, Fernsehen oder anderen Dingen. Dabei gestaltete jeder sein eigenes Ziffernblatt um das Ganze optisch zu erfassen.
Unter der neuen Gruppenführung von Lisa Froschhammer und Patrick Diermeier setzten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Kolpingsfamilie Schierling zusammen. Dabei besprachen sie, welche Projekte und Aufgaben die Gruppe unternehmen wird. So wollen sie in großer Zahl bei der Altkleidersammlung und bei der geplanten Sonnwendfeier mithelfen.
Der Samstagnachmittag stand zur freien Verfügung, dies nutzten einige, um bei herrlichstem Frühlingswetter den Osser zu besteigen. Andere verbrachten die Zeit mit der Familie oder fuhren in die nähere Umgebung, um dort etwas zu erleben. Für sportlich ambitionierte bot Barbara Wallner eine Gymnastikstunde an. Mit einer "Feuerschalenmeditation" in der Kirche endete der Tag in entspannter Atmosphäre.
Am Abend tobten sich die Jugendlichen in der Turnhalle aus. Etwas ruhiger ging es für die Erwachsenen im Osserstüberl zu, dort ließ man entweder in gemütlichen Kartenrunden oder beim Austausch in Gesprächen den Abend nach Belieben ausklingen.
Kolping-Diözesanpräses Stefan Wissel feierte am Sonntag mit den Schierlingern gemeinsam Gottesdienst in der Kapelle des Ferienhauses. Angesichts der vielen Kinder stellte er fest: "Man merkt, bei euch ist Kolping generationsübergreifend!". Er beglückwünschte die Kolpingsfamilie, dass sie eine solche Gemeinschaft entwickelt hat und er nannte die Familien "die besten Lernorte der Liebe". Dass besonders die Kinder ihre Freude an einer solchen Gemeinschaft und große Erinnerungen an solche Wochenenden haben, dafür lohne es sich, immer wieder aufzubrechen.
Er segnete die Erinnerungskerze und dankte den "großen Männern und Frauen", die vor 40 Jahren das jährliche Bildungswochenende angezettelt haben und auch denjenigen, die seit dieser Zeit mitgefahren sind. Eine schöne Zeit miteinander zu haben, sich für die eigene Persönlichkeitsbildung auch Zeit zu nehmen, das seien tiefe Werte unserer Gesellschaft. Er rief Kinder, Eltern und Großeltern dazu auf, "als zuversichtliche Menschen durchs Leben zu gehen". Gerade die Fastenzeit sei dazu da, die Augen zu öffnen für das, was sich wirklich rentiert. Es gehe darum, Vertrauen zu haben und zu wissen, dass uns vertraut wird. Das tiefste Urvertrauen gelte dabei dem lieben Gott. Der Diözesanpräses wünschte, dass die Kolpingsfamilie mit Dankbarkeit auf die vier Jahrzehnte gemeinsamer Erlebnisse in Lambach zurückblickt.
Im Anschluss lud Alfred Berger alle in den Bildungsraum ein, um sich auf eine besondere Reise in die Vergangenheit zu begeben. Das Motto: "40 Jahre Familien-Bildungswochenenden in Bildern". Bei der Fotoshow gab es einiges zu lachen und vieles über die gezeigte Vergangenheit zu bereden, besonders bei den älteren Bildern. Anschließend bedankte sich die Vorsitzende Evi Reinl bei allen, die zum guten Gelingen des Ausfluges beigetragen haben, besonders hob sie dabei die Hauptorganisatorinnen Martina Pautz und Silvia Froschhammer hervor. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, traten alle mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.




Generalversammlung
mit Neuwahlen der Vorstandschaft 2017


bei der KF Schierling


Die Kolpingsfamilie Schierling wählte bei der Generalversammlung am vergangenen Samstag eine neue Führung, nachdem der 1. Vorsitzende Markus Schinhanl und der 2. Vorsitzende Sebastian Feigl ihren Rückzug angekündigt hatten. Evi Reinl wurde an die Führungsspitze gewählt. Dass es sich bei der KF um eine sehr lebendige Gemeinschaft handelt, in der alle Altersgruppen ihren Platz finden, zeigten die mehr als 80 Aktivitäten, über die die einzelnen Gruppenleiter und der Vorstand berichteten.
Die Jahreshauptversammlung begann mit einem Gottesdienst, der von Adolf Roßmeier, Rudi Feigl und Albert Ertl musikalisch mitgestaltet wurde, und bei dem Präses Pfarrer Josef Helm das Wasser als Inbegriff für alles nannte, was die Menschen zum Leben brauchen. "Jesus gibt uns das Wasser, das uns nie wieder durstig werden lässt", sagte der Pfarrer. "Es spendet uns ewiges Leben." Er dankte der Kolpingsfamilie für ihre umfangreichen Tätigkeiten rund um das christliche Leben in der Pfarrei.

Bei der Versammlung im Pfarrheim blickte Vorsitzender Markus Schinhanl vor 65 Mitgliedern auf seine sechs Jahre Vorstandsarbeit zurück. 2011 sei er in Lambach bei der Familienfreizeit vom damaligen Vorstand angesprochen worden, um aktiv als zweiter Vorsitzender in der Gemeinschaft tätig zu werden. Drei Jahre später stellte er sich der Wahl zum 1. Vorstand. "Ich freue mich besonders darüber, die Sonnwendfeier auf die Viehmarktwiese gebracht zu haben, und das mit großem Erfolg, wie die Besucherzahlen widerspiegeln. Die Zeit als Vorsitzender war anstrengend aber diese Erfahrung möchte ich nicht missen.", so Markus Schinhanl. Für die Zukunft fordert er alle Anwesenden auf, im Sinne Adolph Kolping weiter zu handeln und vereint mit sozialem Engagement in der Gemeinschaft tätig zu bleiben. Er bekam von den Versammelten einen großen Applaus und eine Flasche Kolping-Wein als Dank. Ebenfalls geehrt wurden die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Sebastian Feigl, Christa Jungmayer, Rosa Roßmeier und Klaus Wallner.

Anna Sedlmeier berichtete für den Familien-Kreis über viele kirchliche und gesellige Vorhaben und sie freute sich, dass das Interesse am angebotenen Programm sehr groß gewesen sei. Außerdem habe Ihre Gruppe die meisten Einzelaktivitäten neben den allgemeinen Ver- anstaltungen abgehalten.
Die Familien-Runde besteht seit 1980 und widmet sich nach den Worten von Rosa Roßmeier vor allem der Kultur mit dem Besuch von Theateraufführungen sowie Kirchenführungen. Höhepunkte seien der Zwei-Tagesausflug nach Oberösterreich und die mehrtägige Fahrt nach Alsopahok in Ungarn gewesen. Außerdem wurden 100 Pakete für den Weihnachtstrucker gepackt und auf den Weg gebracht. Im Anschluss legte Sie Ihr Amt als Gruppenleiterin nieder.
Die Familien-Bande hat sich laut Silvia Froschhammer neu positioniert und wieder verstärkt Gruppenaktivitäten durchgeführt. Besonderes Engagement zeigte die Gruppe bei der Primiz von Johannes Kindler, wo sie mehrere Blumenteppiche legte und die Getränkebewirtung in der Mehrzweckhalle übernahm.
Evi Reinl berichtete für die Familien-Bagage, dass derzeit 17 Familien die Gemeinschaft pflegen und sie sprach über die Highlight-Veranstaltungen mit Beteiligungen von bis zu 50 Mitgliedern. Unter anderem waren sie bei frostigem Wette mit dem Bus im Tierpark Hellabrunn. Besonders hob Sie das Zeltlager in der Hartlmühle hervor. Bei der Wochenendveranstaltung waren 13 Familien mit insgesamt 51 Personen bei herrlichstem Sommerwetter aufgebrochen und hatten Ihren Spaß beim Schlauchbootfahren, Lagerfeuer und Stockbrotessen. Sie bedankte sich für die Durchführung dieses Events bei Jürgen Diermeier, der alles so wunderbar organisiert hatte. Zuletzt stellte sie ihr Amt als Gruppenleiter zur Verfügung.
Der Jugendleiter Klaus Wallner bedankte sich für den großen Einsatz der Jugendlichen, die bei der Altkleidersammlung mit viel Eifer mithalfen. Besonders lobte er Franz Hammerl, der das Kolpingbanner bei zahlreichen Veranstaltungen präsentierte.
Für den Arbeitskreis Umwelt/Altkleidersammlungen berichtete Heinrich Prexl von der großen Spendenbereitschaft der Schierlinger Bürger.
Gerhard Banse, Leiter und Regisseur der Theatergruppe, stellte fest, dass jährlich drei Monate fest gelernt und geprobt wird. Christa Jungmayer berichtete von einem ausgeglichen finanziellen Jahr, in dem einige regionale und überregionale Hilfsorganisationen mit Spenden bedacht werden konnten. Der Malteser Hilfsdienst, die Tafel in Mallersdorf, das Cabrini Heim in Offenstetten und die umliegenden Fördervereine der weiterführenden Schulen sowie die Hochwasserhilfe in Deggendorf und Eggenfelden bekamen monetäre Unterstützung. Außerdem flossen Spenden an die Moldawienhilfe von Pfarrer Hans Bock, die Villa Colorful in Namibia und Pfarrer Helm erhielt ebenfalls Beihilfe für die laufenden Ausgaben des Pfarrheims.
Während der allgemeinen Aussprache bedankte sich Maria Feigl auch im Namen der Gemeinde Schierling, für die vielen Aktivitäten und lobte die Vielseitigkeit der Angebote für Jung und Alt. Anerkennende Worte fand sie auch für die alljährlich veranstaltete Sonnwend- feier im Ortskern, da diese eine Bereicherung für die Schierlinger Bevölkerung darstellt.



Die neu gewählte Vorstandschaft

Die schriftlich abgewickelten Vorstandswahlen unter Leitung von Adolf Roßmeier brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzende Evi Reinl, 2. Vorsitzender Rudi Schmid, Schriftführerin Martina Pautz, Kassenleiterin Gabi Schwandt, Leitung Familien-Bagage Gerti Rohrmayer und Jürgen Diermeier, Familien-Bande Silvia Froschhammer und Manfred Froschhammer, Familien-Runde Elmar Fichtl und Gerti Meier, Familien-Kreis Anne Sedlmeier und Max Höglmeier, Arbeitskreis Umwelt/Altkleider Heinrich Prexl, Theatergruppe Gerhard Banse, Öffentlichkeits- arbeit Alfred Berger, Jugendbeauftragte Lisa Froschhammer und Patrick Diermeier. Adolf Roßmeier beglückwünschte die Gewählten und bedankte sich bei ihnen für die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung innerhalb der Kolpingsfamilie. Die neue Vorsitzende lud die Mitglieder zu einer aktiven Mitarbeit ein, und die allgemeinen christlichen Veranstaltungen verstärkt zu besuchen. Schon am 26. März findet der Kreuzweg im Pindlpark statt. Mit dem Kolpinglied wurde die Generalversammlung geschlossen.




Mitgliederversammlung 2017

bei der KF Lappersdorf

Die Mittelbayerische Zeitung berichtete am 07.02. in ihrer Landausgabe darüber.





Kolpinggedenktag 2016

am 11.12. bei der KF Schierling


Einmal im Jahr gedenken die Mitglieder der Kolpingsfamilie Schierling Ihrem geistigen Gründer Adolph Kolping. Etwa 100 Mitglieder feierten am Sonntag den 11.12.16 erst in der Kirche und danach im Pfarrheim den Geburts- und Todestag ihres Vorbildes. Ein Auftritt der Kinder mit dem Krippenspiel sorgte im Pfarrheim für weihnachtliche Stimmung. Im Anschluss spendete der Verein 1000 Euro an Pfarrer Helm für die laufenden Ausgaben des Pfarrheims.



Im Gottesdienst sprach Pfarrer Josef Helm über das heilende Wirken Jesu, das vor allen den Geist und nicht nur den Körper betrifft. Dieser Glaube gibt uns auch in der heutigen Zeit die Kraft, die Belastungen des Alltages zu meistern. So zog er einen Vergleich mit einer Palme, die in Ihren jungen Jahren einen großen Stein in die Krone gelegt bekommt. Im Lauf der Zeit aber die Belastung dazu führt, dass sich besonders starke Wurzeln entwickeln und damit die Palme zu extremer Größe heranwächst. Zum Abschluss erschallte in der Kirche das Kolping-Grablied, begleitet von der Band "AdRuAl", die den gesamten Gottesdienst musikalisch begleitet hatte.

Bei der anschließenden Gedenkfeier im Pfarrheim erinnerte als Erstes der stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbandes, Markus Neft, an die Zeit Adolph Kolping. Er nahm den Blickwinkel von früher ein. In der damaligen Epoche stand die Arbeitswelt im Umbruch zur Industrialisierung. Menschen fern der Heimat, entwurzelt und fremd. Er spannte den Bogen zu den aktuellen Geschehnissen, mit der Industrie 4.0 von heute und den vielen Menschen, die wegen der Arbeit ebenfalls die Heimat verlassen. Gerade jetzt sind die Werte Familie und Gemeinschaft im Sinne Adolph Kolping aktuell.

Markus Schinhanl dankte während seiner kurzen Ansprache den vielen aktiven Mitgliedern, die im vergangen Jahr besonderen Einsatz bei den Veranstaltungen der Kolpingsfamilie gezeigt haben. Für die Zukunft gilt es weiter aktiv für den Verein da zu sein und jeder könne dazu beitragen.



Für ihre langjährige Treue wurden mehrere Mitglieder der Kolpingsfamilie geehrt. Josef Drißl für 65 Jahre, Günther Keil, Hans Hermann, Bettina Braun, Anton Huber, Bernward Kaune und Ludwig Limmer für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft. Bereits seit 25 Jahren sind Jürgen Eifler und Simone Seebauer sowie Robert Diermeier Mitglieder bei der Kolpingsfamilie. Die geehrten erhielten jeweils eine Urkunden und eine Ehrennadeln.


Das anschließende Weihnachtsspiel der Kin- der, berichtete über einen Engel, der gerne Sternenputzer werden wollte. Am Anfang erhielt er keine Chance. Da er aber nie aufgab, bekam er dann doch die Möglichkeit seine Fähigkeiten bei einem besonders klei- nen Sterns zu beweisen. Bei der Wahl für den Stern von Bethlehem gewann sein Stern, nicht wegen der Größe sondern wegen der besonderen Sorgfalt, mit der der Stern poliert wurde.

Zum Schluss verlas Paulina Rohrmayer die Geschichte vom Weihnachtslicht und dann folgte das traditionelle gemeinsame Buffetessen in gemütlicher Runde.




Kolpinggedenktag 2016

am 04.12. bei der KF St. Konrad


Am 2. Advent beging die Kolpingsfamilie St. Konrad den Kolpinggedenktag. Beim festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche, den der neue Präses Thomas Kraus zelebrierte, wurde allen verstorbenen Mitgliedern und Präsides gedacht. Zum Schluss wurde das Gebet zur Heiligsprechung Adolph Kolpings gesprochen.

Beim anschließenden Festakt im Pfarrsaal begrüßte die 1. Vorsitzende Frau Beate Lorenz alle anwesenden Mitglieder und Gäste bei Kaffee und selbstgebackenen Plätzchen. Als Festredner hielt Präses Thomas Kraus einen Vortrag "Was kann ein Auftrag für Kolping sein - Gedanken zum abgelaufenen Jahr der Barmherzigkeit". Danach wurden Ehrungen vorgenommen.



Für 50 Jahre Treue zum Kolpingwerk wurden Herr Adolf Tahedl und
Herr Ludwig Schindler, für 40 Jahre Frau Irmgard Seber-Ritschel
und Frau Inge Kirchberger geehrt.

Nach dem Gebet "Mut tut gut" und dem Kolpinggedenklied sprach Präses Thomas Kraus das Schlusswort. Anschließend gab es noch einen kleinen Imbiss mit Würstln und Semmeln.




50-Jahrfeier der KF Neutraubling

MZ-Artikel vom 28.11.2016








"Liebe und Blechschaden" 2016

ein Theater aufgeführt von der KF St. Emmeram


Das ländliches Lustspiel "Liebe und Blechschaden" von Hans Gnant war der Schlager der diesjährigen Theatersaison der KF St. Emmeram. Unter der Regie von Fritz Niebler erlebten die Besucherinnen und Besucher im neu renovierten Pfarrheim am Wiesmeierweg eine Veranstaltung voller Überraschungen, bei der sämtliche Akteure über sich hinauswuchsen. Das Ensemble überzeugte in allen Auftritten durch seine Textsicherheit, seine Gestik und Mimik.
Als Toni Hinterleitner, (Fritz Niebler) Besitzer des Tannberghofes, beim Nachhause- fahren eine Anhalterin (Magdalena Niebler) mitnehmen will, fährt er gegen einen Randstein und beschädigt seinen geliebten Mercedes. Da er sich gegenüber seiner Frau Marianne (Petra Angerer) immer als Musterautofahrer ausgibt, möchte er vor ihr dieses Malheur gerne verheimlichen. Dabei hilft ihm sein Freund, der Bachwirt. (Rainer Schindler)
Als Toni am nächsten Morgen in der Garage sein Auto in einwandfreien Zustand vorfindet, beginnt er, an seinem Verstand zu zweifeln. Er weiß nicht, dass der Karosseriespengler Ferdl Hammerl (Gerhard Kain) Heinzelmännchen gespielt hat. Nach einigen Vorkommnissen, die den Hinterleitner an den Rand des Wahnsinns treiben, kommt es auf dem Tannberghof zur familiären Krise. Der Sohn des Hauses Bertl (Daniel Kain) die Schwester der Bäuerin (Friederike Feihl) und Barbara, die Wirtschafterin beim Hammerl (Bernadette Feihl) sind mit daran beteiligt.
In dieser schwierigen Situation durfte man gespannt sein, ob sich Tonis Blech- und Dachschaden bewahrheitet oder ob doch wieder normale Zustände auf dem Hof einkehren.



Das Team von links nach rechts: Friederike Feihl, Gerhard Kain, Bernadette Feihl,
Daniel Kain, Magdalena Niebler, Rainer Schindler, Petra Angerer und Fritz Niebler.

Für diesen Lachschlager gab es große Anerkennung bei den Veranstaltungen. Damit setzten die Emmeramer unter der gekonnten Regie von Fritz Niebler ihre jahrzehnte währende positive Tradition im Laienspiel fort. Das Bühnenbild haben Werner Steib und Fritz Niebler mit viel Liebe gestaltet, um Masken und Kostüme kümmerte sich Herta Schindler, Souffleuse war Angelika Niebler. Die musikalische Begleitung in den Pausen übernahmen Ludwig und Benedikt Angerer sowie Werner Steib. Alles in allem war es eine gelungene Inszenierung, mit der die Emmeramer wieder Maßstäbe gesetzt haben. Da kann man wirklich gratulieren. "Das war Spitze", meinte denn auch der Präses.




Abschied Präses 2016

Die KF St. Konrad verabschiedet ihren Präses




Präses Dr. Oliver Hiltl, Bezirksvorsitzender Herbert Lorenz
und seine Frau Beate, Vorsitzende der KF St. Konrad

Mit einen feierlichen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Konrad wurde Dr. Oliver Hiltl verabschiedet. Bei seiner Predigt ging er nochmal auf Adolph Kolping und sein Werk ein. Beim anschließenden Sommernachtsfest begrüßte die Vorsitzende Beate Lorenz die anwesenden Mitglieder und bedankte sich beim Präses für den ansprechenden Gottesdienst. Dr. Oliver Hiltl bedankte sich für den Dienst am Altar bei den Ministranten und den Kommunionhelfern, die übrigens Kolpingmitglieder sind.
Die Vorsitzende gab einen Rückblick der letzten drei Jahre, und ging nochmals auf die Tätigkeiten des Präses ein, auf die Kolpinggedenktage, Einkehr und Besinnungstage, Maiandachten und religiösen Vorträge. Ebenso hat unser Präses das neue Familienferienhaus in Neubäu eingeweiht.
Bezirksvorsitzender Herbert Lorenz bedankte sich ebenso mit einem Wort Adolph Kolpings "An Gottes Segen ist alles gelegen". Dr .Oliver Hiltl geht nach Rom und studiert hier Kirchenrecht. Hierfür wünscht die Kolpingsfamilie mit ihren Vorsitzenden alles Gute auf seinen weiteren Weg. Als Abschiedsgeschenk gab es einen guten Weißwein, den man natürlich als Messwein in Rom verwenden kann.



30 Jahre Radwallfahrt 2016

Die Jubiläumsradwallfahrt der KF Lappersdorf
11. bis 12.06. nach Altötting


Seit dreißig Jahren führt die Kolpingsfamilie Lappersdorf Radwallfahrten durch. Die traditionelle Veranstaltung geht auf die Initiative von Prof. Dr. Klaus Müller zurück, der seinerzeit Kaplan in Lappersdorf und der Präses der Kolpingsfamilie war und 1986 die Anregung zur ersten Radwallfahrt gab. Seitdem findet jährlich eine Wallfahrt statt. Ziel der ersten Wallfahrt war Altötting, genauso wie das Ziel der 10. und 20. Wallfahrt. In den anderen Jahren fand der Organisator Willi Dietl immer wieder neue Wallfahrtskirchen als Ziele. Neben bekannten Wallfahrtsorten wie Bogenberg, Bettbrunn bei Ingolstadt oder Maria-Hilf in Amberg waren auch weniger bekannte Wallfahrtskirchen wie Haindling, Allersdorf, Haader oder Heilbrünnl bei Roding die Ziele der traditionellen Veranstaltung.



Die diesjährige Jubiläumsradwallfahrt hatte wieder Altötting als Ziel. Neu war, dass sie als kombinierte Wallfahrt für Radfahrer und Busfahrer durchgeführt wurde. Die Radfahrer waren zwei Tage unterwegs. Präses Alexander Huber verabschiedete die 27 Radfahrer am Start mit einem Reisesegen und Glockengeläut von der Pfarrkirche in Lappersdorf. Unter der Organisation von Willi Dietl und Vorsitzendem Josef Gintner führte die Tour am ersten Tag über eine Strecke von 90 Kilometern zum Quartier in Warth bei Marklkofen. Unterwegs gab es zwei Gebetsstationen in Moosham und am Dreifaltigkeitsberg bei Dingolfing. Die Texte dazu hatte Claudia Gintner vorbereitet. Gerhard Minderlein versorgte die Gruppe von seinem Begleitfahrzeug mit Getränken und Brotzeit und transportierte das Gepäck.

   

Am zweiten Tag mussten die 27 Radfahrer bereits um 6.30 Uhr aufbrechen, während die 22 Buswallfahrer unter Leitung von Renate Fink um 8.00 Uhr in Lappersdorf starteten. Rad- und Buswallfahrer trafen sich zur gemeinsamen Andacht in Wald bei Winhöring, die von Pastoralassistent Peter Stubenvoll gestaltet war.

Die letzte Etappe führte ans große Ziel nach Altötting. Dort angekommen umrundeten die Radpilger klingelnd die Gnadenkapelle. Dekan Alexander Huber feierte mit allen Wallfahrern den Pilgergottesdienst in der Kirche Sankt Konrad. Die Radwallfahrer hatten an den beiden Tagen insgesamt 150 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt.




Mitgliederversammlung 2016

Neue Mitglieder bei der KF Herz Jesu

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung konnte die KF Herz Jesu neue Mitglieder aufnehmen, Thomas und Verena Muschner mit ihren 8 Kindern. Die Großfamilie Muschner ist schon seit einiger Zeit komplett bei der Faschingsgesellschaft Lusticania aktiv. Die Mittelbayerische Zeitung hat in ihrer Ausgabe vom 06./07. Februar 2016 ausführlich darüber berichtet. Der Vorsitzende Norbert Dollinger und der Präses Pater Konrad Schweiger begrüßten die neuen Mitglieder und brachten ihre Freude darüber zum Ausdruck, daß die Familie nun auch in das Kolpingwerk eintreten wollte. Neben dem Begrüßungsschreiben des Kolpingwerkes, den Mitgliedsausweisen und den Anstecknadeln erhielt die Familie noch einige nützliche Sachen für ihre Kinder.



Verena und Thomas Muschner (Mitte) mit Sohn Dennis (rechts)

Begonnen hatte der Abend in der Herz Jesu Kirche mit einem Gottesdienst, den Präses Schweiger hielt. Neuwahlen standen mit Ausnahme der Kassenrevisoren nicht auf der Tagesordnung. Hier wurden Hans Schafbauer und Reinhard Winklmeier wiedergewählt.




Mitgliederversammlung 2016

bei der KF St. Emmeram am 11. April


130 Mitglieder zählt die Kolpingsfamilie St.Emmeram. Ein Drittel davon kam am am vergangenen Montag ins Pfarrheim am Wiesmeierweg. Die Vorsitzende Bernadette Feihl zog eine positive Bilanz des vergangene Vereinsjahres. Das wöchentliche Programm der Emmeramer orientiert sich - wie auch der 13 weiteren Kolpingsfamilien in der Stadt Regensburg - am Selbstverständnis des bekannten Sozialverbandes. Dieser will eine Glaubens- und Lebensgemeinschaft, sowie eine Bildungs- und Aktionsgemeinschaft sein.
Zu den Top 10 der Veranstaltungen gehören jedes Jahr: die Wanderungen an Hl. Dreikönig, am 1. Mai und am Ende der Sommerferien; dann der Maskenball und der Kinderfasching; eine Palmbüschelaktion, die Gestaltung des Fronleichnamsteppichs und die Mithilfe beim Pfarrfest, bei der Wolfgangswoche und im Pfarrheim. Ein besonderes Highlight war darüber hinaus 2015 ein Familienwochenende in Lambach, das sich mit dem Thema der Flüchtlingshilfe auseinandersetzte. Höhepunkt schließlich war die dreitägige Kölnfahrt anlässlich des 150. Todestages von Adolph Kolping. Diese stand unter dem Motto: "Mut tut gut!"
Von solchem Schwung konnte auch auch Magdalena Niebler berichten. Die Aktivitäten der Theatergruppe mit der Aufführung der "Drei Eisbären" vor insgesamt 750 Zuschauern wurden allgemein gelobt.
Im Bereich der Jugendarbeit verwies Maria Torscht voll Stolz darauf, dass 12 Kinder bzw. junge Leute der Tanzgruppe der Lusticania angehören. Schließlich konnte Kassier Hans Doblinger von geordneten Finanzen berichten. Dass davon auch diverse Spenden an soziale Zwecke angeführt werden, ist für einen Sozialverband eine Selbstverständlichkeit.



Während der Versammlung wurde Erwin Brunner geehrt, der am 10. April seinen 75. Geburtstag feiern konnte. Die Versammlung würdigte seinen fast 50 Jahre währenden Einsatz als Heimwirt und als 15. Nothelfer in der Pfarrei und und bei Kolping.

Pfarrer Roman Gerl bedankte sich bei den Anwesenden für ihre Mithilfe in den verschiedenen Gremien der Pfarrei. Er sprach über die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Dompfarreiengemeinschaft St.Emmeram/ St. Ulrich ergeben. Ihm ist die Bündelung der Kräfte ein besonders Anliegen. Präses Siegfried Schweiger schließlich verwies auf die Angebote des Hl. Jahres. Er konkretisierte die vor der KF liegenden Aufgaben am Beispiel der Werke der Barmherzigkeit für das Heute. Diese heißen in der Formulierung des emeritierten Bischofs von Erfurt Joachim Wanke:

"Du gehörst dazu,
ich höre dir zu,
ich rede gut über dich,
ich gehe ein Stück mit dir,
ich teile mit dir,
ich besuche dich,
ich bete für dich."



Jahreshauptversammlung 2016

KF St. Albertus Magnus ehrt verdiente Vorstandsmitglieder

Am Dienstag, den 19. Januar 2016 fand die jährliche Jahreshauptversammlung der Kolpingsfamilie St. Albertus Magnus statt, die mit einem Gedenkgottesdienst für ver- storbene Mitglieder begann. Im Pfarrsaal trafen sich dann 26 Mitglieder, 4 Gäste und Präses Sigmund Humbs, der auch den Gottesdienst zelebrierte. Nach einer Brotzeit, die von den letztjährigen Jubilaren gespendet wurde, begrüßte die stellvertretende Vorsitzende Martina Stich die Anwesenden und eröffnete die Versammlung.
Frau Anneliese Boffo, jahrelang bereits im Bastelkreis aktiv, konnte als neues Mitglied in die Kolpingfamilie aufgenommen werden.
Nach dem Totengedenken, den Grußworten des Diözesanvorsitzenden Heinz Süss sowie des stellv. Bezirksvorsitzenden Markus Neft und den Tätigkeitsberichten wurden Neuwahlen durchgeführt. Zur ersten Vorsitzenden wurde Martina Stich gewählt. Ihr zur Seite steht als Stellvertreter Peter Grillmayer. Die Kasse bleibt in der bewährten Hand von Heidi Rieger und das Amt der Schriftführerin übernimmt Tamara Bajura. Helene Böhm und Werner Brosig ergänzen als Beisitzer die Vorstandschaft. In das Amt als Kassenprüfer wurden die bewährten Mitglieder Helmut Moskwa und Rudolf Blaschko von der Versammlung gewählt.

Im Anschluß daran konnten verdiente Mitglieder für besonders Engagement geehrt werden. Frau Heidi Rieger konnte durch Heinz Süss der Ehrenteller des Diözesanverbandes für ihre 35 jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft überreicht werden. Für seine fast 25 Jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft wurde Peter Grillmayer mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.



Von Links: Präses Pfarrer Sigmund Humbs, Heidi Rieger, Vorsitzende Martina Stich, Diözesanvorsitzender Heinz Süss, Peter Grillmayer, stellv. Bezirksvorsitzender Markus Neft.

Auch Markus Neft sprach im Namen des Bezirksverbandes den beiden Dank und Anerkennung in Form einer Ehrenurkunde aus. Anschließend stellte er den neu gegründeten Arbeitskreis Nächstenliebe vor, der ein Netzwerk zur Vermittlung von Sachspenden aufbaut, um da zu helfen wo Hilfe gebraucht wird. Die Hilfe richtet sich an Asylbewerber genauso wie an sozial Schwache sowie Schwangere und Alleinerziehende.
Die Versammlung endete mit dem Schlußwort des Präses und dem Kolpinglied.





Zeitungsartikel in der Donaupost vom 28. Januar 2016, anlässlich des
Vortrags "Islam: Chance und Herausforderung"
von Diözesanpräses Stefan Wissel am 26. Januar 2016
bei der KF Wörth a.d. Donau



Religion ist vom kulturellen Umfeld abhängig
Kolping-Diözesanpräses Stefan Wissel sprach
über "lslam: Chance und Herausforderung"




Diözesanpräses Stefan Wissel trat dafür ein, langfristige Ziele ins Auge zu fassen, so etwa, Frieden in den Krisengebieten zu schaffen.
-sol-
Wörth. Über 40 Personen nahmen am Dienstag im Gasthof Butz am Vortrags- abend der Kolpingsfamilie mit anschlie- ßender Diskussion teil. Diözesanpräses Stefan Wissel widmete sich dabei dem Thema "Islam: Chance und Heraus- forderung". Der Referent machte dabei auf Gemeinsamkeiten aufmerksam und sah eine Basis zur Gestaltung der Zukunft. Es gelte neue Wege zu gehen und lang- fristige Strategien zu entwickeln. Dabei sei es wichtig, Frieden in den Krisengebieten zu schaffen.

Vorsitzender Franz Sagmeister sprach einführende Worte. Islamisten würden vielen Bürger Angst bereiten. Im Verhältnis zu dieser Religionsgemeinschaft gebe es viele Miss- verständnisse. Der Diözesanpräses solle nun Licht ins Dunkel bringen.
Der Vortragende wies darauf hin, dass seine Ausführungen einen Anstoß liefern sollen und auf seinem momentanen Wissenstand beruh- ten. Niemand könne über eine Religion richten. Er habe in der Vergangenheit viele Kontakte zu lmamen im In- und Ausland aufgenommen. Ein Moslem verstehe nicht, warum man sich im Westen nicht mehr für den Glauben einsetze. Christen und Muslime seien sich lange Zeit positiv gegenübergestanden und hätten sich zum Beispiel im Bereich der Kultur und Wissenschaft gegenseitig ergänzt. Funda- mentalistische Handlungsweisen habe es auch in Europa gegeben, etwa im Mittelalter beim brutalen Vorgehen gegen der Katharer und Waldenser in Frankreich. Die ersten marodie- renden Milizen in Afrika seien Christen gewesen, damals ging es um den Kampf um Rohstoffe.
Der Vortagende vermittelte zahlreiche geschichtliche Kenntnisse, so seien bei den Machtkämpfen um die Nachfolge Mohammeds verschiedene Glaubensrichtungen, etwa die Sunniten (große Mehrheit) und Schiiten entstanden, welche sich bis heute bekämpfen. Die Auseinandersetzungen seien mit Bezug auf den Koran durch nichts zu rechtfertigen. Diese Heilige Schrift des Islam sei für Nichtfachleute sehr schwer zu interpretieren.

Viele Konfessionen in Syrien
Es gebe schon lange einen Euro-Islam. Die Saudis hätten auf dem Balkan 400 neue Moscheen gebaut. In Syrien habe es vor dem Bürgerkrieg 62 verschiedene Konfessionen gegeben. Islamistische Staaten seien von jeher Polizei-Staaten mit entsprechender Strenge gewesen. Man müsse sehr vorsichtig sein, wenn man sich in eine andere Kultur einmischen wolle, dies sorge auch für Destabilisierung. Religion sei immer vom kulturellen Umfeld abhängig. Wenn die Bundesregierung erlaube, Israel Waffen zu liefern, und den Arabern nicht, dann würde sich bei diesen die Auffassung bilden, die Demokratie schwäche dadurch den jeweiligen arabischen Staat. Das Verlangen nach Freiheit sei ein sehr wichtiges Kennzeichen des Christentums.
Der Priester schloss seinen Vortrag mit der Aufforderung, es gelte, miteinander zu glauben und miteinander zu sprechen, das sei unsere Chance.
Bei der anschließenden Diskussion rückte die Flüchtlingsfrage mit in den Vordergrund. Zunächst verwies aber der evangelische Ruhestandpfarrer Johannes Braun darauf, dass er mit dem Imam in Penzberg ein gutes Verhältnis gehabt hätte. Dieser sei sehr liberal gewesen und trotzdem vom Verfassungsschutz beobachtet worden. Während Renovierungsmaßnahmen habe ein Kindergarten sogar die Moschee nutzen dürfen. Herbert Schötz dankt Sagmeister dass er das Thema "Islam" als Vortragsthema aufgegriffen habe. Man müsse die Bevölkerung auf Kontakte mit den Muslimen vorbereiten. In den vergangenen Monaten sei die Entwicklung mit der Masse der Zuwanderer zu schnell gegangen. An den Referenten gewandt fragte Schötz, was es in Zukunft bewirke, wenn die Flüchtlinge bei uns Freiheiten kennen lernen würden und später in ihre Heimat zurückkehrten. Der Diözesanpräses betonte, er habe viele Moslems kennen gelernt, bei den Jüngeren gäbe es säkulare Tendenzen. Die meisten hätten Angst zurückzukehren und wollten bei uns bleiben. Durch die Kontakte mit dem Westen entständen bei den Flüchtlingen Veränderungen. Sie müssten sich zum Beispiel fragen, warum helfen uns vor allem Christen. Die Gläubigkeit islamischer Führer habe mehr mit Macht zu tun, als mit Religion. Sagmeister fragte, ob es Konzepte gebe, islamische Terroristen in den Griff zu bekommen. Der Referent antwortete, der sogenannte lslamische Staat sei keine homogene Masse, sondern bestehe aus 1200 Milizen. Manche Anführer empfänden es so, dass sie Haus und Hof verteidigen müssten. Man könne den IS höchstens finanziell aushungern. Ein militärischer Sieg sei nur - durch Bodentruppen erreichbar, wozu keiner ein Interesse habe. Viele der beteiligten Interessensgruppen wollten nur Geschäfte machen.

Langfristige Strategie nötig
Pfarrer Johann Baier fragte den Diözesanpräses ob er den Eindruck habe, dass die Integration gelingen könne. Dieser antwortete, um entsprechende Strukturen zu schaffen, etwa beim Sprachunterricht, dauere es fünf Jahre. Das oft ungleiche Verhältnis von Mann und Frau in den Flüchtlingsfamilien werde sich nur sehr langsam bessern. Dr. Rudolf Apfelbeck vermisse die politische Dimension innerhalb des Referats. Der Vortragende antwortete, dass er diese bewusst ausgeklammert habe. Bei den Konflikten spiele die soziale Ungleichheit eine große Rolle. Es gebe schwerwiegende Folgen des Kolonialismus. Der Westen habe diese Systeme abgezockt und wirtschaftlich stark benachteiligt. Nun komme es zu Rebellionen. Beim Umgang mit Flüchtlingen, empfahl er allen Seelsorgern: "Wir müssen raus zu den Leuten und neue Wege finden." Es gelte unsere kulturellen Werte zu leben, zum Beispiel, was die Freiheit anbetrifft.
-sol-



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